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Tag des offenen Denkmals: 100 Jahre Schwippert-Denkmal in Brüggen

Zum „Tag des offenen Denkmals“: 100 Jahre Schwippert-Monument in Brüggen
Bundesweit organisiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am zweiten Sonntag im September den „Tag des offenen Denkmals“. Die Burggemeinde Brüggen ist in diesem Jahr erneut dabei und nimmt das Schwippert-Denkmal auf dem Friedhof an der Herrenlandstraße in den Fokus.
1925 wurde der damals noch unbekannte Bildhauer Kurt Schwippert – Meisterschüler an der Düsseldorfer Kunstakademie – vom Sozialverband VdK Deutschland beauftragt, ein „Kriegerdenkmal“ für Brüggen zu erschaffen.
1926 wurde Schwipperts Werk auf dem Platz vor der Burg an der Klosterstraße enthüllt: Zum Vorschein kam ein Werk aus betonartigem Steinguss, ein Kunstwerk ohne Heldenpathos im Stil des Expressionismus als Mahnmal gegen den Krieg. 1937 wurde das Mal während der NS-Aktion „Entartete Kunst“ entfernt und durch den sogenannten „Schornstein“ ersetzt.
Das Schwippert-Werk, das durch den persönlichen Einsatz von Brüggener Bürgern gerettet wurde, konnte nach dem Zweiten Weltkrieg 1958 als Bestandteil einer neuen Ehrenanlage auf dem Brüggener Friedhof wieder aufgebaut werden.
Gemeinsam mit dem Brüggener Otto Lehmann, „Historiker aus Leidenschaft“, haben die Untere Denkmalbehörde und das Kulturamt der Burggemeinde Brüggen unter dem Motto „Begegnung mit Kurt Schwippert und seinem Brüggener Werk“ folgendes Programm für den 13.09.2026 erarbeitet: Treffpunkt an der Friedhofskapelle, Herrenlandstraße ist um 13.00 Uhr. Nach einer Einführung beginnt die Führung „Rund um das Denkmal“ mit drei Stationen:
- Das Denkmal mit den Tafeln und das Friedhofskreuz,
- die Stele mit Gräberfeld der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges und
- der Herrenlandpark.
Begleitet wird dieser Tag von Zitaten aus der Feder von Zeitzeugen. Neben Kurt Schwippert kommen Bernhard Röttgen und Leonhard Jansen als Ehrenbürger unserer Gemeinde zu Wort.
Zum Thema hat Otto Lehmann im literas-Verlag eine Publikation mit dem Titel „Das Monument von Kurt Schwippert – 100 Jahre Denkmalgeschichte in Brüggen1926 – 2026“ veröffentlicht.
Eine ergänzende Ausstellung dazu kann in der Zeit vom14. September bis 3. Oktober im Privat-Archiv von Otto Lehmann, Ahornweg 4, Brüggen jeweils von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr besucht werden. Eine Voranmeldung ist erforderlich (max. acht Personen). Telefon: 02163 59773 oder per E-mail: renate.lehmann@datamind.de.



